Bergfex und Berghex auf der Emberger Alm – Urlaub in der pollenfreien Zone

26.-31. August 2006





Reisebericht


Ein letzter Urlaub in diesem Sommer sollte uns auf die Emberger Alm im Drautal führen. Durch einen allergiebedingt üblen Frühling und Sommer hatte ich den 3-Sterne-Komfortgasthof Sattlegger auf 1.800 m Höhe ausgewählt, nachdem ich gelesen hatte, daß es in dieser Höhe das Klima im Hinblick auf Pollen absolut reizfrei ist und auch keine Hausstaubmilbe mehr vorkommt. Für meine belasteten Bronchien also ein Traum! Nur durch Zufall fand ich den Gasthof via Google und buchte sogleich das Lärchen-Komfortzimmer im 2. Stock (wo es durchwegs nur Nichtraucher-Zimmer gibt).

Die Anfahrt dauerte leider länger als erwartet, nachdem an diesem Samstag offenbar wieder mal der Reiseverkehr eingesetzt hatte und ohnehin scheinbar überall Baustellen zu finden waren. So kamen wir nach etwas mehr als 3 Stunden an, nach einem kurzen Essensstop bei einer neuen Raststätte über dem Wörthersee.


Der Alpenhof


Die Informationen auf der Homepage (s. auch Link weiter unten) haben nicht zuviel versprochen! Der Gasthof besteht aus 32 Zimmern, wobei man zwischen verschiedenen Kategorien wählen kann (s. auch Homepage). Wir entschieden uns für das Panorama-Lärchenzimmer, weil wir gern ein etwas geräumigeres mit Balkon wollten – und wir wurden nicht enttäuscht.

Es gibt es zwei Aufenthaltsräume für die Hausgäste, worin bei einem ein PC steht, bei dem man immer gratis das Internet verwenden kann, außerdem ein großer Fernseher (uns genügte aber der im Zimmer) und Küchengeräte, mit denen man sich gegebenenfalls selbst Essen zubereiten konnte. (Bei der Verköstigung im Rahmen der Halbpension war das aber absolut nicht nötig!) Zusätzlich gibt es ein kleines Fitness-Studio mit Rudergerät, Gewichtheben und Tischtennistisch (ein weiterer Tischtennistisch steht im Freien vor dem Gasthof) und einer schönen Sauna und Solarium! Im Fitness-Raum findet übrigens auch immer die Massage statt – hier kommt eine nette Dame jeden Dienstag in den Gasthof, und bei Bedarf kann man sich für eine Massage anmelden (Rückenmassage, Lymphdrainagen etc.). Die Preise beginnen ab € 23,-- für eine halbe Stunde Rückenmassage. Natürlich nutzte ich das Angebot aus – wie oft kommt schon eine Masseuse zu einem ins Haus? ;)

Für diejenigen, die ihre Reiselektüre daheim vergessen haben, gibt es im ersten Stock des Hauses auch eine kleine Bibliothek. Nachdem ich gleich drei Bücher mitgeschleppt habe, fand ich dafür keine Verwendung, aber nach einem kurzen Blick zu urteilen, scheint so ziemlich alles an Genres vertreten zu sein. Irgendwas wird sicher für jeden dabei sein.

Das Personal im Alpenhof ist wirklich unglaublich freundlich und nett, und man fühlt sich sofort willkommen. Diese Aufmerksamkeit wird auch unter Beweis gestellt, daß jeder der Kellner sehr rasch die Zimmernummer und unser bevorzugtes Getränk beim Abendessen wußte. Auch die junge Chefin stand bei Bedarf immer mit einem Rat zu Wanderwegen und der täglichen Wetterinformation zur Seite.

Hinter dem Hof gibt es auch eine Ponywiese mit drei Shetland-Ponys, die die Gutmütigkeit in Person sind. Von den drei, vier Kindern, die sie fast ständig belagerten, ließen sie sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Der Gasthof-Hund ist übrigens ein niedliches Vieh mit einem schwarzen Farbklecks ums Auge, der uns aber kaum eines Blickes würdigte.

Nicht zu vergessen sind natürlich für Nachthimmel-Begeisterte die Sternwarten. Da es rundherum quasi kein Fremdlicht gibt, scheint der Sternenhimmel umso strahlender, näher und fantastischer. Wir selbst durften zweimal Zeuge davon werden (unsere Zimmernachbarn, die offenbar dem Astronomenzirkel angehörten, hatten doch glatt den ersten schönen Sternenhimmel während des Aufenthalts verschlafen). Auf der Homepage gibt es zu den Sternwarten und dem Sternenhimmel, berechnet durch StarlitSky, jede Menge Informationen – da wir diesbezüglich relativ ahnungslos sind, empfiehlt sich für Interessierte auf alle Fälle ein Blick auf die Homepage. Laut Chefin zu urteilen, finden sich insbesondere ab September immer ganz viele (Hobby)Astronomen ein, und jährlich gibt es sogar ein Teleskoptreffen auf der Emberger Alm.

Fotos unter: Der Alpenhof



Das Zimmer


Die Einrichtung ist ganz auf Lärche getrimmt, möglichst wenig Pollenfänger, sehr bequem, sogar mit TV mit Sat. Auch standen am kleinen Tisch gleich zwei Wassergläser bereit, denn – wie wir feststellen sollten – gibt es hier feines, fast kalkfreies Bergquellwasser, das im Sinne von der Aktion wasser.reich angepriesen wurde. Bei allem, was man trinkt, bekommt man auch immer eine Karaffe Wasser dazu. Auch im Speiseraum gibt es eine kleine Wasserbar, wo immer frisches Wasser, das direkt von der Bergquelle kommt, bereitsteht. Hinter dem Haus findet sich zudem ein Brunnen, aus dem laufend frisches Bergquellwasser fließt – bereit, um abgefüllt zu werden.

Als sehr praktisch erwies sich der Balkon, von dem man einen grandiosen Blick auf die Gailtaler Alpen, die Karawanken und sogar den Weißensee hatte. Der Balkon liegt südseitig und war ideal, um Schuhe oder Sachen zum Trocknen hinauszugeben. Theoretisch hätte man sich auch sonnen können (Liegestühle waren am Balkon vorhanden), aber leider war das Wetter nicht ganz ideal dafür. Da wir selten über 5 – 10 Grad hatten, verwendeten wir den Balkon hauptsächlich dafür, abends den fantastischen Sternenhimmel zu bewundern (zweimal hatten wir zumindest Gelegenheit dafür, die übrige Zeit war der Nachthimmel leider zu bewölkt) oder um am Morgen die ersten Sonnenstrahlen oder die Nebelschwaden, die über dem Tal hingen, zu betrachten.

Ganz im Sinne von „der Allergie entfliehen“ wird hier die Bettwäsche mit einem speziellen Waschmittel gewaschen und werden spezielle Putzmittel für die Teppiche verwendet. Die Tatsache, daß der 2. Stock wie auch der Essensraum für Hotelgäste vollkommen rauchfrei ist, machte das ganze umso angenehmer. Überhaupt wurden wir in der ganzen Woche von keinem Rauch belästigt – gut für mich als militante Nichtraucherin. *g* Wir fühlten uns in dem überaus sauberen Zimmer jedenfalls sehr wohl!

Außerdem, und das bereitete uns lange Kopfzerbrechen, fand sich im Badezimmer eine nette Metalldose, wo ein komisches rundes Ding drinnen war, mit 6-Knopfbatterien zum Austauschen. Wenn man auf einen Knopf drückte, machte es unverständliche Geräusche. Wir rätseln lange herum, bevor ich die Homepage im Internet besuchte, die auf der Verpackung angegeben war. Und dann kapierten wir auch, wofür das Gerät gut war, das uns eines Nachts mit diesem Geräusch von selbst aufweckte. Es handelt sich hierbei um einen Drinkmanager, der alle 15 Minuten oder so "Gluck Gluck" sagt, was bedeutet, daß man jetzt was trinken soll, um auf 2-3 Liter Wasser täglich zu kommen. AHA! Tja, von selbst wären wir echt nicht drauf gekommen... (Lustigerweise hatten unsere Nachbarn das Ding auch nichtsahnend aktiviert und stellten es schließlich - wohl auch gestört durch das permanente Gluck Gluck-Geräusch - auf den Balkon. *g*)

Fotos unter: Der Alpenhof



Das Essen


Wie schon erwähnt, hatten wir Halbpension gebucht und wurden keinen einzigen Tag enttäuscht. Das Frühstücksbuffet war jeden Morgen riesig, mit allem, was das Herz begehrt: frisches Brot, verschiedene Marmeladen, Honig, verschiedene Wurst- und Käsesorten, Müsli zum Selbstmixen (Haferflocken, Rosinen, Cornflakes, Leinsamen, Bananenchips etc.), frische Milch, Obst, Joghurt mit Dörrfruchten, Eier etc. Wir tranken immer Tee, von dem es für jeden eine Kanne gab.

Immer am Morgen lag beim Frühstück die Menükarte für den Abend, und man konnte zwischen zwei Hauptgerichten wählen. Meistens gab es Salate, Suppe, Hauptgerichte und Dessert, immer jedoch Vorspeise, Hauptspeise und Dessert. Das Essen war jeden Tag unterschiedlich. So hatten wir z.B. einmal Salate vom Buffet, Suppe mit Kaiserschöberln, Gemüseomelette, Panna Cotta auf Himbeeren; oder ein anderes Mal Salate, Fritattensuppe, Wiener Schnitzel mit Petersilkartoffeln und Kaiserschmarrn mit Apfelmus, Apfelkompott, Zwetschkenröster und/oder Kirschenkompott. Einmal gab es auch ein Dessertbuffet mit Sachertorte, Kirschkuchen, Obstsalat und einer sagenhaften Nougatcreme. Tja, was soll ich mehr sagen, außer, daß wir immer sehr satt waren? *g* Es gab wirklich nichts, was nicht schmeckte.

Nach unseren Wandertouren genehmigten wir uns am Nachmittag, um die Zeit zum Abendessen zu überbrücken, immer ein Stück Kuchen mit Kaffee, und so kamen wir in den fünf Tagen in den Genuß von Sachertorte, Kirschkuchen, Topfentorte, Apfelstrudel und Blaubeerkuchen – und das ganze immer frisch!


Die Wanderungen


Bei so viel leckerem Essen mußten natürlich zuvor einige fordernde Wanderungen her. Es gibt übrigens an der Rezeption Wanderkarten von der Gegend zu kaufen, bzw. man kann sich auch eine Karte ausborgen. Natürlich ist die Chefin immer gerne bereit gewesen, Wandertips zu geben. Und auch immer aufmunternde Worte zum Wetter zu finden, das im Nachhinein betrachtet gar nicht so schlecht war. Ein einziges Mal wurden wir vom Regen überrascht, was wir aber gleich dazu benutzten, um unsere Wanderausrüstung zu testen. Die Jacken und der Rucksack hielten stand, aber ich beschloß, neue – wasserdichte – Wanderschuhe zu kaufen. Wer einmal zwei Stunden in nassen Schuhen rumwatet, weiß, warum. ;) Außerdem war es sehr klug, Blasenpflaster mitzunehmen. *g* Die restliche Zeit schwankte das Wetter zwischen Sonne, Wolken und keinem bis stürmischem Wind, aber da wir ohnehin kaum eine längere Pause als 10 – 20 Minuten einlegten, störte uns das kaum. Bei genug Tempo wird einem ohnehin immer warm. ;)

Jedenfalls empfiehlt es sich, gerade in dieser Jahreszeit eine wind- und wasserfeste Wanderjacke dabeizuhaben, außerdem Wanderstöcke und für Kälteempfindliche Haube und Handschuhe (nach einer Pause am Gipfel kann man manchmal ganz schön kalte Finger bekommen – und ja, das weiß ich aus eigener Erfahrung).


1. Wanderung (Samstag: Oberberger Alm)
Unsere erste Wanderung führte uns am Ankunftstag nicht allzu weit vom Alpenhof weg. Wir gingen relativ gemütlich zur Oberberger Alm und wieder retour. Die Strecke war meistens eben mit nur einigen wenigen steilen An- und Abstiegen. Insgesamt benötigten wir für die Strecke hin und zurück 2,5 Stunden mit einer Pause von 20 Minuten, wo wir einen echt tollen Blick ins Tal genossen.

2. Wanderung (Sonntag: Zweisee)
Diesmal stand der Zweisee auf dem Programm, ein Wanderweg zu zwei sehr klaren Bergseen. Die Strecke, die wir marschierten, führte anfangs ca. 200 - 250 Höhenmeter bergauf, dann sicher wieder ca. 200 bergab, bevor der wirkliche Anstieg auf 2.237 HM begann. Der Weg war sehr angenehm zu wandern, die Aussicht immer sensationell, und wir kamen bei einer wirklich urigen Hütte vorbei, die tatsächlich auch bewohnt war (s. auch bei den Fotos). Kaum zu glauben! Auf halbem Wege ist auch ein relativ wilder Bach zu überqueren, und bei diesen nassen Steinen, auf die man zum Überqueren draufsteigen mußte, waren wir wirklich froh, daß wir unsere Wanderstöcke dabei hatten.

Der letzte Anstieg zu den beiden Seen war ein wenig anstrengender als der Rest, und nach der ersten Erhöhung sah es so aus, als wären wir am Ziel. Weit gefehlt – dahinter erstreckte sich gleich noch ein „Hügel“, bevor wir endlich den freien Blick auf die Bergseen hatten. Glücklich, es geschafft zu haben, suchten wir unter einem größeren Steinmassiv Windschutz und machten eine kurze Jausenpause. Kurz deshalb, weil es hier oben dermaßen windig war, daß einem relativ rasch kalt wurde. Also machten wir uns gleich wieder auf den Rückweg, da sich außerdem das Wetter verschlechtert hatte. Und prompt erwischte uns am Beginn des Rückweges ein Regenguß. Zwei Wanderer, denen wir beim Abstieg begegneten, beschlossen auch, gleich wieder umzukehren, da der Regen immer heftiger wurde. Erst, als wir wieder beim Bach ankamen, hörte er auf, und die Sonne kam wieder heraus. Naß waren zum Glück nur unsere Hosen (dank wasserfesten Jacken) und unglücklicherweise meine Schuhe, die auf dem Rückweg durch die Sonne wenigstens einigermaßen trockneten.

Auf dem Heimweg schien wie zum Trotz die ganze Zeit richtig warm die Sonne vom Himmel, während der Gipfel mit den beiden Seen ständig von einer hartnäckigen Nebel- und Regendecke eingehüllt war.

Trotzdem war es eine schöne Wanderung wegen der tollen Aussicht auf die Berge ringsum und des doch wirklich gemütlichen Wanderweges. Insgesamt benötigten wir für die Strecke (ca. 7 km) samt Pause 3,5 Stunden.

3. Wanderung (Montag: Hochtristen)
Heute stand der Hochtristen am Programm, der höchste Gipfel in der näheren Umgebung mit genau 2.536 Höhenmetern. Das Wetter schien zumindest bis zum späten Nachmittag stabil zu bleiben, und das wollten wir ausnützen. Also ging es schon um 9 Uhr nach ausgiebigem Frühstück los, über das Naßfeldtörl (auf 2.172 HM) immer wieder die Skitrasse querend im Bogen über die Hohen Gränden auf der Ostflanke des Berges entlang durch felsiges, oftmals sehr steiles Gelände auf den Gipfel. Im Führer stand, daß unbedingt Trittsicherheit für die Strecke erforderlich ist – stimmt auffallend! Bei Regen und bei nassen Steinen wäre das ganze wohl ein recht gefährliches Unterfangen gewesen, aber so war es eine interessante, mäßig herausfordernde Strecke, wenn man genug Kondition hatte und sich nicht durch den Blick auf den Gipfel abschrecken ließ. Zugegeben, von den Hohen Gränden aus sah der Anstieg auf den Hochtristen wirklich eher einschüchternd aus, aber mit genug Konzentration konnte man sicher über den schmalen Grat am Berghang entlang und anschließend die restlichen Höhenmetern über die Steine hinauf bis zum Gipfelkreuz klettern.

Unterwegs am Fuße des Gipfels konnten wir auch einen Halter (kärntnerisch für Senner *g*) beobachten, der seine Kühe, die weiter unten im Tal grasten, mit unglaublich authentischen Muh-Rufen zu sich trieb. Als ich das nachzumachen versuchte, hörte doch tatsächlich eine Kuh auf mich und war lange hin- und hergerissen zwischen meinen MUUUUUH!-Rufen und ihren Artgenossen, die die entgegengesetzte Richtung eingeschlagen hatten. Schließlich siegte aber ihr Herdentrieb. ;)

Die Sicht auf sämtliche umliegende und auch weiter entfernte Gebirgszüge war vom Hochtristen einfach sagenhaft und entschädigte zweifellos für die doch ein wenig fordernde Wanderung. Angeschrieben waren 3 Stunden, die man von der Emberger Alm aus für die Gipfelbesteigung rechnen mußte, wir schafften es mit einigen ganz kurzen Verschnaufpausen in 2 Stunden. Nach Eintrag ins Gipfelbuch, vielen Fotos und einer Jause (hier am Gipfel war es überraschend windstill und temperaturmäßig viel angenehmer als auf den Zweisee) begannen wir wieder mit dem Abstieg, sodaß wir insgesamt nach nicht mal 5 Stunden und ca. 7,5 - 8 km wieder zurück im Alpenhof waren.

Nicht zuletzt durch unser Tempo war es doch einigermaßen anstrengend, aber wir würden jedes Mal wieder auf den Hochtristen hinauf – das heißt, sofern es nicht regnet. Für das nächste Mal beschlossen wir, die Rundtour von der Emberger Alm über den Hochtristen zum Zweisee und von dort zurück zur Alm zu gehen (Voraussetzung: Schönwetter).

4. Wanderung (Dienstag: Zweisee/Schwarzstein)
Eigentlich wollten wir an diesem Tag zum Sensenspitz (2.480 HM) hinauf, der hinter dem Zweisee auf dem Weg zum Hochtristen liegt. Wir bemerkten aber erst auf dem Weg zum Zweisee, daß auf der Karte beim Sensenspitz gar kein Gipfelkreuz angezeichnet war, sprich kein markierter Weg hinauf ging. Also beschlossen wir, wie schon am Sonntag zum Zweisee zu wandern, doch diesmal ganz zum Gipfel (Schwarzstein, 2.264 HM) zu gehen, nachdem uns das letzte Mal das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte.

Die Strecke war die gleiche wie schon am Sonntag, nur diesmal erwischte uns auf dem Rückweg kein Regen. Dafür war es oben am Gipfel und generell um den Zweisee herum erneut sehr windig und eisig kalt, sodaß wir uns nach einer 10-Minuten-Jausenpause wieder auf den Rückweg machten und nicht, wie geplant, zum Zweiseetörl (2.368 HM) zu wandern. Immerhin hatten wir auch einige Höhenmeter und Kilometer zurückgelegt.

5. Wanderung (Mittwoch: Knoten)
An unserem letzten Tag wollten wir noch rasch zum dritten Gipfel in der Umgebung, dem Knoten auf 2.216 HM. Das Wetter schien ganz gut zu sein, anfangs angenehm von der Temperatur her, was sich auf den letzten Metern zum Gipfel aber rasch änderte. Es blies ein eisiger, winterlicher Wind, und sogar einige kleine Schneeflocken stoben durch die Luft. Vom Gipfel hatte man einen guten Blick ins Tal (bis dort dann leichter Nebel aufzog) und auf den Hochtristen, der an diesem Tag doch tatsächlich leicht vom Schnee angezuckert war. Was für ein Glück, daß wir ihn früher eingeplant hatten!

Die Strecke zum Knoten war, abgesehen vom Wind auf dem letzten Teil, sehr angenehm zu wandern, wäre es nicht durch viele matschige Wiesen gegangen. Man mußte sehr vorsichtig sein, um nicht alle paar Meter in Kuhmist oder Wasserlachen (wohl aufgrund des Regens, der fast täglich abends oder in der Nacht fiel) zu treten. Natürlich wurden meine Schuhe wieder total naß.

Am Gipfel trugen wir uns wieder obligat ins Gipfelbuch ein, verzichteten diesmal aber auf eine Jause und begannen gleich wieder mit dem Abstieg. Interessant war, daß hier auf dem gegenüberliegenden Hügel des Gipfels doch tatsächlich etliche Kühe entspannt grasten. Wie diese Viecher auf den schmalsten Graden herumspazieren können, ist mir wirklich ein Rätsel! Nach ca. 3,5 Stunden und ca. 6 – 7 Kilometern kehrten wir wieder zum Alpenhof zurück – froh, die nasse Strecke hinter uns gebracht zu haben. Der Weg war zwar schön vom Panorama und auch angenehm zu wandern, wäre er nicht dermaßen naß gewesen. Bei längerem Schönwetter sicher wunderbar, aber sonst sind wasserdichte Wanderschuhe Pflicht. Und außerdem waren wir froh, daß wir eine Haube dabei hatten. Der Wind war am Vormittag am Fuße des Gipfels wirklich heftig gewesen.

Fotos unter: Wanderungen



Wanderkarte - (c) Sattlegger Alpenhof




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Der Sattlegger Alpenhof
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