Wandern im Drautal, die Vierte

19.-28. Juli 2009





Reisebericht


Nachdem wir im letzten Jahr aufgrund Siedeln "abstinent" waren, stand in diesem Sommer wieder ein Wanderurlaub auf der Emberger Alm an, natürlich mit Unterkunft im Sattlegger Alpengasthof. Dieses Mal gleich für 9 Nächte (ursprünglich geplant waren 8 Nächte, aber offenbar hatten wir Urlaub schon dringend nötig, denn wir irrten uns im Datum und reisten einen Tag zu früh an - zum Glück war das Zimmer schon frei, und die Chefin des Hauses nahm es mit Humor - peinlich war's uns trotzdem :-) ...)

Die Wetterprognosen waren gut, wir waren fit, und daher stand langen Wanderungen nichts im Wege. (Zum Alpengasthof siehe hier - wir fühlten uns wie auch schon die Male zuvor willkommen und umsorgt, und es hatte beinahe etwas von "Heimkommen", dank dem tollen Personal, v.a. Gerti, und der Chefin Angelika). Und das Essen? Wie immer vielfältig, reichlich und lecker! Ist es da nicht verständlich, weshalb uns der Abschied wieder sehr schwer fiel? (Der einzige Trost liegt wohl darin, dass wir sicher wiederkommen werden. :-)

Hier also unsere diesjährigen Touren:


1. Wanderung (Einsee, Zweiseen)
Bei unseren ersten Wanderung ging's zum "Aufwärmen" vom Alpengasthof weg zum Ochsentörl (oberen Weg über die Kuhwiese), danach den oberen Weg in Richtung Einsee. Nachdem wir es bisher noch nie zu diesem See geschafft hatten, waren wir wirklich begeistert. Der See liegt beinahe uneinsichtig zwischen den Bergen, und eine Rast war Pflichtprogramm. Es ging auch kaum der Wind, und wir genossen die Stille inmitten der Berge. (Handy-Empfang gibt es an dieser Stelle übrigens rundherum keinen.) Danach ging's weiter zum Zweiseentörl und den windigen Zwei Seen und wieder retour zum Gasthof.
Übrigens lag am Zweiseentörl noch etwas Schnee - bei den weiteren Wanderungen konnten wir beobachten, wie die Schneedecke langsam weniger wurde. Und während wir Wanderer einen Bogen darum machten, marschierten die Schafe fröhlich über den Schnee.

Gesamtstrecke: ca. 11,8 km
Dauer: ca. 5 Stunden Gehzeit
Höhenmetern (jeweils bergauf und bergab): knapp 1.000 HM

Streckenprofil


2. Wanderung (Naßfeldriegel, Oberberger Alm)
Dieses Mal ging es direkt vom Gasthof weg auf den Naßfeldriegel und dann weiter in Richtung Hochtristen. Beim Rottörl sind wir aber auf die Hohe Grenten hinunter abgebogen in Richtung Ochsentörl und dann ganz hinunter bis zur Oberberger Alm. Den ganzen Weg über die Grenten konnte man wunderbar die zahlreichen Paragleiter und Drachenflieger beobachten, die von der Emberger Alm gestartet waren. Von der Oberberger Alm ging's dann den unteren Weg wieder zurück zum Sattlegger Alpengasthof. Auf dem unteren Weg waren wir bisher auch noch nie marschiert - war wirklich eine schöne Strecke quer durch unzählige Schwarzbeer-Felder (die leider erst bestenfalls grün waren) und vorbei an einem kleinen Wasserfall.

Gesamtstrecke: ca. 10,8 km
Dauer: ca. 4,5 Stunden Gehzeit
Höhenmetern (jeweils bergauf und bergab): knapp 930 HM

Streckenprofil


3. Wanderung (Hochtristen, Zweiseen) (diese hier zweimal)
Unsere dritte Wanderung führte uns wieder einmal zu unserem Lieblingshausberg hier, dem Hochtristen. Das Wetter war perfekt, der Himmel wolkenlos - ideal für 2.536 HM. Der Weg führte uns auch dieses Mal wieder über den Naßfeldriegel und über Naßfeldtörl und Rottörl bis zum Gipfel hinauf. Nur ganz am Anfang begegneten wir drei anderen Wanderern, sonst hatten wir den ganzen Weg für uns alleine.
Die Pause am Gipfel wäre beinahe einsam gewesen - wäre da nicht eine Schafherde, von denen ein Schaf ganz besonders gefräßig und offenbar schon das eine oder andere Mal gefüttert worden war. Denn kaum raschelten wir mit unserer Jause, begann es bei uns rumzuschnüffeln. Der Gipfel war einfach nicht groß genug für eine Schafherde und uns in friedlicher Koexistenz. Also machten wir uns nach einer schnellen Pause und diversen Fotos von der grandiosen Aussicht wieder auf den Weg über das Zweiseentörl zu den Zwei Seen. Von dort ging es dann wieder zurück zum Gasthof.

Gesamtstrecke: ca. 9,8 km
Dauer: ca. 5 Stunden Gehzeit
Höhenmetern (jeweils bergauf und bergab): ca. 1.100 HM

Streckenprofil 1 und Streckenprofil 2


4. Wanderung (Oberberger Alm, Knoten)
Dieses Mal war der nächste Gipfel in der Gegend an der Reihe, der Knoten mit 2.214 HM. Wir gingen den unteren Weg (wie schon bei Tour Nr. 2 retour) bis zur Oberberger Alm und über das Hochtristenhaus Richtung Franz Striednig-Weg, über den wir über die Rückseite auf den Knoten wanderten. Besonders nett: Es gibt seit einiger Zeit zwischen Oberberger und Weinberger Alm einen Kräuter-Lehrpfad, bei dem alle möglichen Wiesenblumen und -kräuter und deren Heilwirkungen beschrieben werden. Zumindest ein Teil des Weges konnten wir daher diesen Lehrpfad abgehen und was Sinnvolles über Spitzwegerich, Wacholder, Roten Wiesenklee & Co. lernen.
Ein großer Vorteil am Franz Striednig-Weg: Er ist etwas anstrengender als der Weg von vorne und daher sehr ruhig zu wandern. Wieder mal begegnete uns beim Aufstieg niemand. Zumindest gab es am Gipfel hier keine Schafe, und wir konnten in Ruhe eine Jausenpause einlegen. Zurück ging es über das Ochsentörl und den mittleren Weg zur Emberger Alm. Unterwegs trafen wir noch auf eine Herde Haflinger mit zwei Fohlen, von denen eines uns am liebsten begleitet hätte.

Gesamtstrecke: ca. 11,9 km
Dauer: ca. 5,5 Stunden Gehzeit
Höhenmetern (jeweils bergauf und bergab): knapp 960 HM

Streckenprofil


5. Wanderung (Ochsentörl, Einsee)
Dass diese Wanderung eine so anstrengende und vor allem so lange werden sollte, war eigentlich gar nicht beabsichtigt. Über den mittleren Weg marschierten wir Richtung Ochsentörl (ca. knapp 2.100 HM) und von dort aus den unteren (längeren) Weg Richtung Einsee. Der Weg führte über "Unterm Seekopf" (auf ca. 1.900 HM) bis zum Einsee (ca. 2.100 HM) und war, obwohl anstrengend, weil ziemlich steil ansteigend, eine sehr schöne und wieder mal einsame Strecke (was einen wohl nicht wundern darf, nachdem es zumindest zwei bequemere Wege zum Einsee gibt).
Die Belohnung war dafür eine ausgedehnte Pause in der Sonne am ruhigen Einsee. Wieder mal waren auch hier kaum Leute unterwegs. Eigentlich wollten wir über die Zwei Seen wieder retour, doch stattdessen marschierten wir wieder zurück zum Ochsentörl (diesmal über den schnelleren Weg und nicht wieder retour hinab). Beim Ochsentörl gingen wir wieder den gleichen Weg retour wie beim Hinweg.
Insgesamt eine tolle, aber ordentlich anstregende Strecke!

Gesamtstrecke: ca. 14,7 km
Dauer: ca. 6 Stunden Gehzeit
Höhenmetern (jeweils bergauf und bergab): ca. 1060 HM

Streckenprofil


6. Wanderung (Schwarzstein, Einsee)
Die Sonntagswanderung ging zu den Zwei Seen, wo wir auch mal wieder einen Abstecher zum Schwarzstein (2.238 HM) machten. Wie immer ging dort oben ein sauberer Wind, und es war relativ kühl (Jacke kann man da wirklich gut vertragen). Daher machten wir auch nur eine kurze Pause und marschierten gleich weiter über das Zweiseentörl zum Einsee, unserem neuen absoluten Lieblingspausenplatz. Über das Ochsentörl ging es dann wieder retour zur Emberger Alm.

Gesamtstrecke: ca. 13,1 km
Dauer: ca. 5,5 Stunden Gehzeit
Höhenmetern (jeweils bergauf und bergab): knapp 1.140 HM

Streckenprofil

Fotos & (diesmal neu!!!) Videos unter: Wanderungen (Achtung: Download der Videos dauert, lohnt sich aber!)



Obwohl wir die eine oder andere Strecke schon gut kannten, haben wir immer wieder verschiedene Wege kombiniert, was letzendlich in anständig langen Touren resultierte. Und zum ersten Mal hatten wir an jedem einzelnen Tag ein perfektes Wanderwetter ohne auch nur einen einzigen Regentropfen.

Weitere Infos & Fotos:
Zu den anderen Wanderurlauben auf der Emberger Alm: Übersicht
Alpenhof-Fotos unter: Der Alpenhof
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