Back home - auf der Emberger Alm ;-)

23.6.-1.7.2010





Reisebericht


Auch heuer sollte es wieder für einen intensiven Wanderurlaub in unserer Lieblingswandergebiet, die Emberger Alm im Drautal, gehen. Außerdem hatte ich fest beschlossen, dieses Mal das Tandem-Paragleiten zu versuchen. :-)

Unglaublich, aber wahr - auch dieses Mal hatten wir perfektes Wetter, kein einziges Mal Regen, schön warm und meistens traumhaft sonnig. Dementsprechend ausgiebig waren auch unsere Wandertouren. Zum Alpenhof selbst können wir uns nur wiederholen: wir fühlten uns wieder wie zu Hause, und auch kulinarisch waren wir mehr als gut umsorgt! Einen herzlichen Dank an das tolle Team - allen voran Angelika, Thomas und Gerti (zum Alpengasthof siehe hier)! Fast hätten wir auch eine Führung in der Sternwarte miterleben dürfen, aber leider machte am letzten Abend das Wetter nicht mit, und so bleibt uns nichts anderes übrig, als auf das nächste Jahr zu hoffen (oder den Herbst? ;-) - denn wir kommen sicher wieder!


Die Berge aus der Vogelperspektive: Paragleiten im Drautal

Nachdem ich unbedingt einen Tandem-Paragleitflug erleben wollte, hat Angelika für mich bei Jochen von der Flugschule air-touch.de in Greifenburg (Seeweg 333, 9761 Greifenburg) angerufen und mich gleich für einen Flug angemeldet. Und am Freitag um 11 Uhr sollte es dann tatsächlich losgehen. Treffpunkt war der Thermik-Treff, ca. 10 Gehminuten vom Alpenhof entfernt, wo viele Gleitschirm- und Drachenflieger losstarten. Der Treff gehört übrigens dem Fichtenheim-Wirt Wolfgang Sattlegger, dem "fliegenden Wirt" ;-), und besteht aus einem kleinen Imbiss, Toiletten und einem richtig steilen Starthang!

Nachdem der Wind es leider nicht so ganz gut mit mir meinte, mussten wir ca. 1,5 Stunden warten, bevor es losgehen konnte. Jochen, mein "Paragleitguide", hat gemeint, dass Spötter genau deswegen "Parawaiting" dazu sagen. Ich hab' schon mal einen Geschmack davon bekommen, was das heißt... Aber nachdem so viel zu sehen und erfahren war, wurde es uns jedenfalls nicht fad dabei! Und schließlich ging's dann doch los. Jochen warnte mich schon vor, dass es vermutlich nicht der Thermik-Flug werden würde, den ich wollte (45 Minuten in der Luft), aber wir könnten das ein anderes Mal noch nachholen.
Ich wurde in den Gurt gestopft, es wurden die Karabiner eingehakt, und ich wurde am Schirm festgemacht. Dann stand ich schon voran am Abgrund - und sehr bald hieß es laufen, laufen, laufen! Und plötzlich waren wir in der Luft - ein sensationelles Gefühl! Die Sicht war toll, die Beinfreiheit herrlich (kein Vergleich zur Eco-Klasse im Flieger ;-), und ich hab gleich gewusst, das gefällt mir. :) Wir flogen ca. 20 Minuten, denn Jochens Prognose traf leider ein, keine gute Thermik, kaum Chance, höher raufzukommen. Also sind wir dann doch bald wieder beim Badesee in Greifenburg auf der Landewiese runtergekommen. Aber mit dem Versprechen, den Thermik-Flug nachzuholen. Zurück auf die Alm ging's dafür - auch das erste Mal für mich - per Motorrad.

Der Thermik-Flug wurde dann tatsächlich mit dem Fluglehrer Andreas am darauffolgenden Montag nachgeholt, und dieses Mal meinte es der Wind besser mit uns. Wir konnten bis 2.506 m raufkurbeln, und so war ich quasi Auge in Auge mit Hochtristen, und unter mir lag der Knotenberg. Die Sicht reichte bis weit nach hinten zum Großglocknermassiv. Auch über die Emberger Alm sind wir geflogen, und ich konnte tolle Fotos aus der Vogelperspektive vom Sattlegger Alpenhof machen. Nachdem Andreas gemerkt hatte, dass mein Magen es locker verkraftete, zeigte er mir richtig coole Sachen wie Spiralen (wir sind mit etwas über 6 m/s im Kreis nach unten gesaust) oder Hin- und Herschaukeln (Achterbahn? zum Vergessen im Vergleich dazu!)... Zwischenzeitlich fragte er mich sogar, ob ich mal lenken wollte. Ich hab aber beschlossen, das auf das nächste Mal zu verschieben. ;-) Nach 50 Minuten sind wir schließlich wieder in Greifenburg gelandet. Wäre auch noch gerne länger in der Luft geblieben!

(Unseren Flugverlauf hat mir Andreas zum Nachverfolgen auf Google Earth dann noch geschickt, hier zum Download.)

Fotos unter: Die Berge aus der Vogelperspektive



Wanderungen

Hier also unsere diesjährigen Touren:


1. Wanderung (Oberberger Alm und retour)
Die Strecke war nach unserer Ankunft und vor dem Abendessen eine nette Aufwärmrunde für die kommenden Tage. Hin ging es den oberen Weg und zurück am unteren - jeweils mit schöner Sicht auf das Drautal und die Berge im Hintergrund und kaum anstrengend.

Gesamtstrecke: ca. 8 km
Höhenmetern (jeweils bergauf und bergab): 500 HM

Streckenprofil


2. Wanderung (Einsee, Zweiseen)
Für eine genaue Beschreibung der Route siehe Juli 2009. Dieses Mal gingen wir jedoch nicht über die matschige Kuhwiese, sondern über den oberen Weg zur Oberberger Alm und dann einen Serpentinen-Weg hinauf zum Ochsentörl. Und von da aus ging's zum Einsee.

Gesamtstrecke: ca. 13 km
Höhenmetern (jeweils bergauf und bergab): 1.130 HM

Streckenprofil


3.+6. Wanderung (Naßfeldriegel)
Nachdem ich an diesen Tagen jeweils einen Paragleitflug hatte, hatten wir nicht den ganzen Zeit zur Verfügung und entschieden uns daher für eine kurze Runde zum Naßfeldriegel. Die Strecke ist leicht zu gehen, aber relativ steil und daher schön anstrengend. Dafür wird man mit einer tollen Aussicht in den Süden und Richtung Hochtristen belohnt.

Gesamtstrecke: ca. 6 km
Höhenmetern (jeweils bergauf und bergab): 560 HM

Streckenprofil


4. Wanderung (Knoten, Oberberger Alm)
Dieses Mal sollte es zum Knotenberg gehen, aber in umgekehrter Reihenfolge als sonst üblich: Vorne den steilen, aber dafür schnellen Weg beim Ochsentörl hinauf und hinten über den Franz Striednig-Weg hinunter. Diese Variante gefiel uns fast besser, da der Weg hinab auf der Rückseite sehr angenehm zu gehen ist und man die ganze Strecke einen schönen Blick auf das Drautal hat. Beim Kreuz-Brünnerl in der warmen Sonne und im Windschatten des Berges Pause zu machen war auch viel angenehmer als oben am windigen, kühlen Gipfel.

Gesamtstrecke: ca. 11 km
Höhenmetern (jeweils bergauf und bergab): 870 HM

Streckenprofil


5. Wanderung (Hochtristen, Einsee)
Nachdem schönes, stabiles Sonnenscheinwetter vorausgesagt war, wollten wir dieses Mal eine besonders lange und schöne Tour machen. Daher ging's wieder rauf auf unseren Lieblingsberg Hochtristen. Es ging den üblichen Weg über den Naßfeldriegel und über die Hohe Gränden (wo übrigens seit Mitte 2009 auch ein Gipfelkreuz steht :) bis ganz rauf zum Gipfel. Die Sicht war ein Traum, was auch die zahlreichen Paragleiter fanden, die wunderbar zu beobachten waren. Auch der schneebedeckte Großglockner war deutlich zu erkennen. Zurück zur Emberger Alm ging es dieses Mal aber nicht über die Zweiseen, sondern über den Einsee mit gemütlicher Pause und das Ochsentörl.
Die Strecke ist echt ein Highlight, vor allem mit unserem Lieblingsrastplatz, dem Einsee, aber dafür auch schön anstrengend. Nachdem man immerhin etliche Stunden unterwegs ist, sollte das Wetter zumindest den ganzen Tag über halten - schließlich gibt es am ganzen Weg keine Unterschlupfmöglichkeit.

Gesamtstrecke: ca. 13 km
Höhenmetern (jeweils bergauf und bergab): 1.250 HM

Streckenprofil


7. Wanderung (Zweisee, Einsee)
Gleich wie Tour 2, nur in umgekehrter Reihenfolge und mit Zwischenstop samt Rast am Schwarzstein. Was uns besser gefällt? Anstrengender ist vermutlich diese Variante, da der Weg anfangs stetig steil bergauf geht.

Gesamtstrecke: ca. 13 km
Höhenmetern (jeweils bergauf und bergab): 1.130 HM

Streckenprofil


8. Wanderung (Hochtristen, Zweisee)
Nachdem das Wetter nicht allzu stabil für den Nachmittag sein sollte, wir aber doch nochmal auf den Gipfel raufwollten, entschieden wir uns für den Zweisee als Retourweg. Natürlich hielt das Wetter dann doch, dafür legten wir dann nach dem Zweiseentörl und über den Zweiseen eine längere, gemütliche Pause ein und beobachteten einige Murmeltiere, die eifrig herumsprangen.

Gesamtstrecke: ca. 10 km
Höhenmetern (jeweils bergauf und bergab): knapp 1.120 HM

Streckenprofil

Fotos unter: Wanderungen und Flora & Fauna auf der Alm


Weitere Infos & Fotos:
Zu den anderen Wanderurlauben auf der Emberger Alm: Übersicht
Alpenhof-Fotos unter: Der Alpenhof
Die Flugschule air-touch (Kontakt: Jochen Henrichs)
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