Langlaufen in Liebenau - Reisebericht28.12.2008 - 1.1.2009Der Winter-Kurztrip sollte in diesem Jahr zum Langlaufen nach Liebenau gehen, einem kleinen Ort auf der Mühlviertler Alm in Oberösterreich, ca. 30 km von Freistadt entfernt. Die Anforderungen an Ort und Unterkunft waren die üblichen: Eine Bio-Unterkunft, möglichst rauchfrei, allergikerfreundlich und keine Wintertourismus-Hochburg. Und natürlich Schnee. :-) Und so landete ich schließlich nach längerer Google-Suche in Liebenau beim Biolandgasthof "Neulinger" (übrigens dem ersten vollzertifizierten Biogasthof in Oberösterreich!). Die Romantik-Suite, das größte der 10 Zimmer, war rasch wie E-mail gebucht, und so ging's los zum ersten Urlaub in Oberösterreich. Der BiogasthofDer Biogasthof besteht aus 10 Zimmern, wobei man zwischen verschiedenen Kategorien wählen kann (s. auch Homepage, Link dazu weiter unten). Wir entschieden uns für die Romantik-Suite, die das größte Zimmer ist und schon von den Fotos auf der Homepage sehr charmant eingerichtet schien. Alle Zimmer wurden 2006/2007 neu renoviert, wobei alte, restaurierte Möbel Teile der Einrichtung wurden. Zusätzlich war der ganze Gasthof rauchfrei - ein großer Pluspunkt! Begrüßt wurden wir gleich sehr freundlich von der Dame des Hauses, die uns gleich in unsere Romantik-Suite führte. Überhaupt waren Chef und Chefin sehr gastfreundlich und standen jederzeit mit Tips zur Verfügung. Beim Ski-Verleih im nächsten Ort (Liebenstein, ca. 4 km von Liebenau entfernt) hat Frau Neulinger auch gleich am nächsten Morgen angerufen, dass wir wegen zwei Langlauf-Ski-Sets zum Ausborgen vorbeischauen würden. Wir bekamen auch ganz viel Info-Material und ein Set an Karten für die Loipen der Umgebung. Das ZimmerDie Romantik-Suite ist riesig, mit Liebe zum Detail eingerichtet und bestand - nebst diversen Holzkästen und -schränken - aus einem niedlichen Himmelbett mit einem Engerl an der oberen Ecke und einer sehr bequemen Sitzecke. Außerdem hatten wir einen Wasserkocher mit Teebeutel (Kräutertee aus der Region) im Zimmer, und der Willkommensgruß war ein Teller mit Keksen. Das Badezimmer war ebenfalls sehr groß und ganz neu. Also alles so richtig zum Wohlfühlen! Toll für Allergiker ist außerdem der Holzboden, den im Übrigen alle Zimmer haben. Preislich lag das Zimmer pro Person und Nacht bei EUR 39,--, mit Halbpension bei EUR 49,-- - das Preis-Leistungsverhältnis also mehr als nur gut! Das EssenSensationell. Damit könnte man das Essen wohl am besten umschreiben. Dass hier natürlich nur Bio gekocht wird, versteht sich von selbst, nachdem aufgrund der Vollzertifizierung alle zu verarbeitenden Lebensmittel aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft stammen müssen. Und ja, man hat's einfach geschmeckt! Dass alles vollständig selbst gekocht wurde, keine Fertigprodukte verwendet wurden und die Lebensmittel einfach diese Bio-Qualität hatten, machte jedes Abendessen wirklich zu einem Genuss! Es gab Suppe, Hauptgericht und Dessert, und man konnte außerdem immer beim Hauptgericht zwischen vegetarisch und Fleisch wählen. Nachdem wir auch Silvester hier verbrachten, gab es am Silvesterabend ein ganz besonderes Menü: 1. Gruß aus der Küche: Hirschrohschinken mit Ruccola und Apfel-Chutney 2. Heusuppe mit Ochsenpraline 3. Gemüsepolsterzipf auf karamellisierten Curry-Karotten 4. Hühnchen mit Speck umwickelt (bzw. Zanderfilet) auf Weidenstaudenrisotto 5. Warmes Lebkuchen-Küchlein, Lebkuchen-Parfait und karamellisierte Mandarinen (Die Hauptspeise war entweder Kalbsbraten oder Zander, doch nachdem ich weder noch esse, wurde extra für mich stattdessen Huhn serviert.) Dass von allen Gästen, die das Silvester-Menü genießen durften, quasi alle Teller immer leer waren, kam nicht von ungefähr. Es ging nicht anders, als jeden Bissen zu genießen. Daher das Prädikat "Besonders wertvoll" von uns für das Silvester-Menü (und eigentlich auch jedes andere Abendessen, das wir hier genießen durften)! Das Frühstück war an sich ein eher kleineres Frühstücksbuffet: Es gab immer frisches Gebäck von der Natur-Bäckerei um die Ecke (Honeder), Honig, 2-3 Sorten Fruchtaufstrich/Marmelade, Wurst, Käse, Eier, etwas Gemüse (Paprika, Tomaten usw.), Obst (Äpfel, Mandarinen, Birnen), Fruchtsäfte (Orange, Traube, Apfel/Karotte) und Tee bzw. Kaffee (auch Dinkel-Kaffee zur Auswahl). Das beste war jedoch ein Müsli-Joghurt-Mix, der aus Natur-Joghurt, verschiedene Flocken, diversen Nuss-Sorten, Apfel, Zimt, usw. bestand - ausgesprochen lecker und bei den Gästen sehr beliebt. Am Neujahrstag gab's zusätzlich etwas "Fischiges" (Lachs, Rollmops). Mir fehlte zwar etwas mehr Müsli, aber nachdem das Gebäck sehr gut und frisch schmeckte und es den Müsli-Joghurt-Mix gab, war es halb so wild. Und Felix war mit der leckeren Erdbeer-Marmelade mehr als glücklich. Die Langlauf-LoipenDie Langlauf-Skis samt Schuhe und Stöcke konnten wir uns bequemerweise bei "Tonis Alm-Ski-Stadl" (Sport Haubner) in Liebenstein ausborgen, pro Set und Tag EUR 10,--. Die Leute waren sehr freundlich und hilfsbereit und das Equipment war quasi neu (die Ski von Felix waren noch verpackt!). Das kann man nur weiterempfehlen! 1. Loipentour: Eibenberg, Einstieg Liebenstein (5 km) Diese Loipe (eine Doppel-Parallel-Loipe samt Skating-Loipe) - auch die Sonnen-Loipe genannt - geht von Liebenstein (Einstieg ist unweit vom Ski-Verleih Haubner) weg und macht eine schöne Runde rund um den Ort. Die Strecke führt nur ganz selten durch den Wald, und daher war es wunderbar sonnig. Außerdem war die Strecke toll gespurt, und es ging nicht zu stark bergab/bergauf. Insgesamt unsere Lieblingsloipe! 2. Loipentour: Hirschau, Einstieg Hirschau (8 km) Für diese Loipe (Doppel-Parallel-Loipe samt Skating-Loipe) ist der Einstieg gleich hinter dem Bio-Gasthof (ca. 5 Minuten Fußweg). Gleich zu Anfang geht es durch ein Waldstück bergab, für Langlauf-Anfänger nicht gerade ideal. Insgesamt war es eine interessante Loipe, der Großteil in der Sonne, jedoch weniger in der Ebene zu fahren, sondern es ging ständig hügelig dahin. Dafür ist die Länge sehr ideal! 3. Loipentour: Hirschau bis nach Karlstift, Einstieg Hirschau (24 km hin + retour) Eine sehr anstrengende Tour! Der Einstieg war der gleiche wie bei der 8 km-Runde, jedoch geht es nach der Halbzeit über eine Anschluss-Loipe weiter bis nach Karlstift. Dieser Teil (8 km) ist leider nur einfach gespurt, und man mußte immer mit Gegenverkehr rechnen. Das machte die Strecke etwas anstrengend, v.a. wenn's in Kurven bergab geht und die Sicht nicht weit genug ist. Insgesamt ganz nett, aber einmal in drei Tagen reicht's auf alle Fälle! :-) 4. Loipentour: Pfarrerberg, Einstieg Hirschau (4 km) Der Einstieg war hier ebenfalls bei Hirschau, und es war auch eine Doppel-Parallel-Loipe. Leider war die Runde selbst kaum befahrbar, es ging fast gänzlich durch den Wald: kaum sonnig, sehr viel Geäst und Steine direkt auf der Spur. Daher gab's auch keinen Grund, diese Strecke ein zweites Mal zu fahren. Alle Fotos zum Biogasthof und Liebenau unter: Liebenau |
Wichtige Links:
Der Biogasthof Neulinger
Ski-Verleih in Liebenstein
Mühlviertler Alm
| Eintrag ins Gästebuch? Zurück zur Übersicht |